Der Begriff Kultur kommt bekanntlich aus dem Lateinischen: von cultura, „Bearbeitung“, „Pflege“, „Ackerbau“, von colere, „wohnen“, „pflegen“, „den Acker bestellen“ (Quelle: Wikipedia). “Ackerbau” oder “den Acker bestellen” stellt eine Investition in die Zukunft dar, in der die Ernte aus dem bestellten Acker das Einkommen sichern soll.
Genau wie ein Bauer muss ein Start-up – auch im Web – irgendwann selbst vom geernteten Leben und sich einen neuen Pflug oder einen kräftigeren Ackergaul leisten können, wenn der erste Vorschuss aufgebraucht ist.
Nach und nach sind diese Vorschüsse – die meist nur für hoffnungsvolle Ideen aber nicht für laufendes Geschäft gewährt werden – nun aufgebraucht. Will sich nun eine etablierte Leistung gegen aufkommende Mitbewerber, die nun ihrerseits von diesen Vorschüssen profitieren, behaupten, muss in den Pflug (Infrastruktur) und den Ackergaul (Belegschaft) investiert werden. Doch womit, wenn bisher alles umsonst zu haben war?
Verlage sind gezwungen ihre Inhalte im Web wieder zu verkaufen, um sich weiterzuentwickeln (und dabei hoffentlich auch neu zu erfinden) und sogar Wikipedia-Gründer Jimmy Wales muss seine Nutzer um Spenden (immerhin in der Höhe von 16 Mio. Dollar) anbetteln, um die weltweit beliebte Plattform weiter betreiben zu können.
“Was nichts kostet, ist nichts Wert”, sagt der Volksmund – zumindest nicht auf Dauer.


